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BUGA ist Investition in die Zukunft Gartenschauen
In Zeiten leerer Stadtkassen besitzt die Anlage und Unterhaltung städtischer Grünflächen in vielen Städten und Gemeinden nicht gerade die oberste Priorität. Viele Kommunen hoffen daher darauf, dass die Gelder aus dem Konjunkturpaket II bald fließen, damit zumindest ein Teil dieser Mittel für Stadtentwicklungsprojekte verwendet werden kann. Allein in Nordrhein-Westfalen sollen die Städte und Gemeinden rund 820 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen von der Landesregierung erhalten. Das ermöglicht den Kommunen, ihre Attraktivität zu steigern - was letztlich nicht nur für die Lebensqualität der Einwohner interessant ist, sondern in hohem Maße auch für Betriebe und Unternehmen einen wichtigen Standortfaktor bedeutet. Die Städte und Regionen, für die bereits feststeht, dass sie zu den Austragungsorten der nächsten Bundesgartenschauen zählen, sind auf die milliardenschwere staatliche Konjunkturspritze weniger angewiesen, denn sie haben schon vor Jahren die Weichen in Richtung grüne Stadtentwicklung gestellt.
BUGA – attraktiv und lukrativ
Die nächste Bundesgartenschau (BUGA) eröffnet am 23. April in der mecklenburg-vorpommerischen Landeshauptstadt Schwerin. Hier können die Besucher exemplarisch sehen, wie eine BUGA das Stadtbild positiv verändern kann. Der markante Punkt dieser Gartenschau ist das am Schweriner See gelegene Schloss. Als Teil der BUGA wurde das Schloss renoviert und ist nun wieder das Schmuckstück der Stadt. Rund um den Schweriner See sind die sieben BUGA-Gärten angelegt worden, so dass die Gartenschau in unmittelbarer Nähe zur Schweriner City stattfindet. Die Schweriner BUGA wird dadurch im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz zentrales Ereignis für die Stadt sein. Neben den vielen Aspekten, die zur Steigerung der Wohlfühleffektes für Einwohner und Besucher der Stadt offenkundig sind, hat die Bundesgartenschau auch noch eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. „Etwa 47 Prozent des Auftragsvolumens," so der Geschäftsführer der BUGA-GmbH, Jochen Sandner, „also fast 22 Millionen Euro, gehen an Firmen aus Schwerin und den angrenzenden Landkreisen. Weitere 30 Prozent, das entspricht etwa 14 Millionen Euro, fließen an Betriebe im restlichen Bundesland." Weiterhin erwartet das Hotel- und Gaststättengewerbe in Schwerin und Umgebung, dass die BUGA-Besucher während der Öffnungszeit von April bis Oktober rund 50 Millionen Euro ausgeben werden. Nicht nur in Zeiten der Finanzkrise ist das "warmer Regen" für die Stadt und die Region. Lukrativ ist die BUGA aber nicht nur für Betriebe, Veranstalter und Stadt. Auch etliche Menschen, die bisher arbeitssuchend waren, haben durch die Gartenschau eine neue Anstellung gefunden. In enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Arbeitsagentur hat der Hauptgastronom für das BUGA-Gelände bereits Anfang Februar die ersten 40 Arbeitsverträge unterzeichnet. Darüber hinaus bildet die Stadtmarketing Gesellschaft bis Mitte April noch 50 BUGA- und Stadtführer aus.