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Entscheidung zur Durchführung der IGA 2017 vorgezogen
Damit war ad hoc nur noch 1 Bewerber im Rennen. Für viele stand damit automatisch fest, dass die IGA nach Berlin vergeben würde. Dem war jedoch nicht so. Denn die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) vertrat weiter den Standpunkt, dass vorher die formalen Voraussetzungen erfüllt sein müssten.
Mit beiden Bewerberstädten waren in den letzten Monaten sehr konstruktive Gespräche geführt worden, die sowohl in Aachen als auch in Berlin dazu geführt hatten, dass der Abschluss der Verhandlungen bzw. die Unterzeichnung des Durchführungsvertrages kurz bevor standen.
Die Darstellung der Stadt Aachen, dass vertragliche Schwierigkeiten zum Rückzug führten, ist für die Geschäftsführung der DBG nicht nachvollziehbar. Zuletzt hatte der Verhandlungspartner der Region Henk Vos das klare Signal gegeben, dass zum Vertragsabschluss nur noch ein Gremienbeschluss notwendig wäre.
Richtig ist wohl eher, dass die neue Stadtspitze die finanziellen Risiken hoch einschätzte und daher auf eine Rücknahme der Bewerbung drängte. Leider betrachten viele die finanziellen Folgen rein betriebswirtschaftlich, ohne die Gesamtwirkung einer solchen Großveranstaltung dem entgegen zu setzen.
Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass die unterzeichneten Verträge bis zum 11. Dezember bei der DBG in Bonn vorliegen sollten und dann in einer Sitzung der Gremien der DBG am 15.12.2009 die Entscheidung zur Vergabe der IGA 2017 fallen würde. Das Rennen war noch nicht entschieden, denn beide Städte hatten sehr gute Bewerbungen abgegeben und viel versprechende Konzepte vorgelegt.
Die nun eingetretene Situation ermöglichte und forderte ein schnelles Umdenken. Deshalb verständigten sich in den vergangenen 24 Stunden das Land Berlin als einzig verbliebener Bewerber und die DBG GmbH darauf, das Verfahren abzukürzen.
In kurzer Zeit konnten letzte Details geklärt werden. Sowohl die damit
befassten VertreterInnen des Landes Berlin als auch die Vertreter der DBG konnten
dem nun vorliegenden Ergebnis ihre Zustimmung erteilen.
Somit konnten Senatorin Ingeborg Junge-Reyer für das Land Berlin und Geschäftsführer Matthias Schmauder für die DBG GmbH den Durchführungsvertrag für die IGA 2017 vor wenigen Stunden unterzeichnen. Die letzte Unterschrift ging um 14:39 Uhr per Fax bei der DBG ein.
Die Gesellschafterversammlung der DBG hat sich kurzfristig telefonisch bzw. im Umlauf, mit dieser Entscheidung befasst und ihre Zustimmung erteilt. Die Entscheidung für Berlin fiel einstimmig.
Quelle: DBG